Ich bin mir nicht sicher, was es genau ist, das mich an der Literatur so sehr begeistert: Sind es die erzählten Geschichten oder die Art der Erzählung, ist es die Sprache oder gerade das, was nicht geschrieben steht, sind es die Figuren oder die Menschen, die diese Figuren erschaffen? Ich denke, es ist das Gesamtkonzept, das mich Zeit meines Lebens in eine Art Sog zieht, das irgendetwas in mir auslöst und mich im Zuge dessen stetig begleitet. Meine ersten Abenteuer erlebte ich mit Odysseus und Herkules, meinen ersten Verlust mit Alaska Young; mit Emma Bovary lernte ich, was es heißt, zu träumen, mit Hans Holtema stieß ich an die Grenzen der Gesellschaft. Obwohl ich lieber drinnen lese, als draußen zu gärtnern, schaufle ich gerne Löcher mit dem Gnom Talia oder begebe mich gemeinsam mit Candide auf die Suche nach der besten aller möglichen Welten. Seit meiner Kindheit ist Franz Kafka mein engster Vertrauter, obwohl ich mich – je älter ich wurde – doch mehr im Takt Ethel Smyths entwickelte.
Sicher: Autor*innen sind nicht was sie schreiben, Fiktion ist nicht gleich Realität und dennoch hat die Fiktion meine Realität schon immer geprägt. Zu sagen, ich liebe Bücher, wäre also nicht ganz richtig – passender wäre: Ich lebe Bücher oder vielmehr noch: Ich lebe durch Bücher und für Bücher. Tja, das bin ich und was soll ich sagen? Das schlägt sich wohl auch im beruflichen Werdegang nieder: Ich bin gelernte Romanistin und deshalb neben dem Deutschen auch im Französischen (und privat auch Englischen) unterwegs. Neben meinem Studium habe ich schon immer gearbeitet – wenn möglich als Texterin, im Content Marketing oder aber in irgendeinem anderen kreativen Umfeld. Das reicht mir aber nicht. Ich will mehr. Herzlich willkommen bei den TielReviews!
Ich lese, seit ich mir das Lesen und Schreiben mit 5 Jahren selbst beibrachte – zumindest, wenn man meinen Eltern glauben darf. Mittlerweile begeistere ich mich für Klassiker, Sachbücher, zeitgenössische Literatur sowie die ein oder andere Fantasy-Reihe – schließlich bin ich mit Harry Potter, Eragon und Co. aufgewachsen.
Literatur ist in meinem Leben ein Ruhepol. So wie andere Menschen ein Lieblingsgericht haben, das sie immer essen, wenn es ihnen schlecht geht, oder einen Ort, den sie besuchen, wenn sie sich eine Auszeit gönnen möchten, wende ich mich meinen Büchern zu. Hier kann ich in fremde Welten eintauchen, auf vertraute Charaktere treffen oder spannenden Gedankengängen folgen. Griffbereit in meinem Regal auf ein paar bedruckten Seiten, ohne Bildschirm, ohne Tonspur – immer genau das, wonach ich suche.
Was mir jedoch am meisten gefällt: es wird einem nicht einfach gegeben. Man muss es sich zumindest etwas erarbeiten, sich aktiv damit auseinandersetzen und hin und wieder auch Ehrgeiz zeigen, wenn man sich Stück für Stück durch tausendseitige Werke arbeitet. Und doch ist Lesen immer auch Entspannung – faszinierend, oder?
Zu meinen Lieblingsautor*innen gehören Hesse und Dostojewski, jedoch lasse ich mich stets für neue Autor*innen begeistern. Am liebsten lese ich Romane, die das Menschsein ergründen und auch eine psychologische Tiefe haben, außerdem populärwissenschaftliche Sachbücher zu Naturwissenschaften, Geschichte oder aktuellem Zeitgeschehen.
Bei meinen Reviews ist es mir wichtig, dass Bücher über eine gewisse Struktur verfügen, glaubhaft verfasst sind und man ohne Umschweife in sie eintauchen kann. Ich betrachte Werke gerne auf einer sachlich-logischen Ebene.
Beruflich befasse ich mich mit der Suchmaschinenoptimierung und dem Design von Websites; außerdem koche und backe ich gerne und lerne immer mindestens eine Sprache nebenher.